Blessuren und Schürfwunden

„Wer in Verdacht geriet, wurde auf Russisch angesprochen. Wer nicht antworten konnte, auf den wurde losgeprügelt.“ Sogar Späher in Kneipen und Restaurants soll es gegeben haben. Zweimal wurden die Mescheder bereits am Vorabend der Partie attackiert – obwohl sie keinerlei schwarz-gelbe Fan-Utensilien dabei hatten. Später nahm die Gruppe sogar für Strecken von 500 Metern ein Taxi.

Auch vier heimische BVB-Fans in St. Petersburg attackiert

Von Oliver Eickhoff – WP/WR-Ausgabe vom 1. März 2014

 

Meschede. Bei den Attacken auf BVB-Fans am Rande des Champions-League-Spiels am vergangenen Dienstag in St. Petersburg sind auch vier heimische Anhänger verletzt worden. „Eine Gruppe stürmte auf uns zu, sie riefen: Wir sind russische Hooligans. Dann setzte es Hiebe“, berichtete Michael Heinemann – der mit seinen Mitstreitern inzwischen wieder in Deutschland ist.

PetersburgBlessuren, Schürfwunden und eine Prellung am Knie trugen die BVB-Fans davon. „So etwas habe ich noch nie erlebt“, sagte Heinemann.

Auch der Vorsitzende des Fanclubs, Tobias Aufmkolk, ist erschrocken über die Gewalt, die von russischen Krawallschlägern ausging. Heinemann bestätigte Berichte, wonach eine regelrecht Hatz auf die deutschen Fußball-Fans veranstaltet wurde: „Es wurde gezielt nach BVB-Anhängern gesucht.“

„Wer in Verdacht geriet, wurde auf Russisch angesprochen. Wer nicht antworten konnte, auf den wurde losgeprügelt.“ Sogar Späher in Kneipen und Restaurants soll es gegeben haben. Zweimal wurden die Mescheder bereits am Vorabend der Partie attackiert – obwohl sie keinerlei schwarz-gelbe Fan-Utensilien dabei hatten. Später nahm die Gruppe sogar für Strecken von 500 Metern ein Taxi.

Erst am Tag danach traute sich Michael Heinemann für ein paar Stunden zur Besichtigung zu Fuß heraus: „Es ist so schade um die schöne Stadt.“