Der hier erwartet jeder die „Ajax ist zum Putzen da“ Überschrift Bericht

(Bericht von Maxi)

 

Ajax wurde also mit 4-1 geputzt und es war wieder mal eine durchaus ansprechende und niveauarme Fahrt! Aber der Reihe nach…

Schon beim Treffen in Meschede hatte Jörn den ersten Lacher auf seiner Seite, als er als letzte eintrödelte, obwohl er zusammen mit Bauer kommen wollte, der aber kurioserweise schon vor Ort war. Jörn und Bauer hatten sich bis zu dieser Fahrt noch nicht gesehen und verständigten sich tags zuvor auf eine gemeinsame Busroute von Bestwig nach Meschede. Jörn stieg dann also in Velmede zu, sah sich um und erspähte nur einen jungen Mann im passenden Alter, „dass muss er sein“, dachte er sich. Also direkt daneben gesetzt und gefragt „Bist du Florian“ ein kurzes „Ja“ wurde geantwortet und so fuhren sie dann Richtung Meschede. An der Haltestelle Steinstraße merkte Jörn an, dass man hier aussteigen solle, dann wurde ihm jedoch gesagt, dass bis zu Bahnhof gefahren wird, ok, also weiter. Am Bahnhof angekommen, stiegen beide aus und gingen Richtung Zentrum bis „Florian“ auf halbe Strecke zu Jörn schaute: „Was willst du eigentlich von mir?“ „Bist du nicht Florian?“ „Nö…!“ Grandios, man stelle sich vor, man möchte nur mal eben von Bestwig nach Meschede ins Alt-Meschede oder Cinema-Bistro um sich mittags einen zu kippen, da kommt so ein Jökel in BVB-Klamotten rein, setzt sich neben den einzigen Typen im Bus und verfolgt ihn, da denkste dir doch, den verarsch ich erstmal! Ich hätte gerne ne Helm-Kamera bei einem von beiden gehabt…

Soweit, so lustig! Dann ging es per Ford Focus Mini Van, gesteuert von Julian, über Gasthof Droege nach Dortmund, von wo der Bus der Fanabteilung um 14:00 Uhr starten sollte. Die Fahrt nach Dortmund verlief auch recht ereignislos und wir kamen schon gegen kurz nach eins in Dortmund an, also noch Zeit für ein paar Kippen und frisches Warsteiner. Bauer erklärte, was er am Morgen noch so alles an Überlebenslunchpakten gezaubert hat (deswegen hat er auch den Bus nach Meschede verpasst…) und der Bus war einstiegsbereit. Da wir die ersten waren, wurde die Juckelbank direkt geentert, was sich als absoluter Glücksgriff erweisen sollte. Die Abfahrt zog sich dann aber etwas hin, was dann für weitere Kippen und eine ausgedehnte Shoppingtour am Buskühlschrank genutzt wurde. Reiseleitung Trixie Dörner (haha, Wortspiel, habter gemerkt, oder?) stiefelte kurz darauf durch den Bus und verteilte die Tickets. Da wir wie erwähnt ganz hinten saßen, wurden die Tickets auch knapp und Bauer war schon wieder nahe am Herzstillstand, was er auch direkt wieder den ganzen Bus wissen ließ, aber wenigstens war ihm noch nicht warm.

Jetzt wurde es allmählich Zeit, unsere Patentanmeldung, die Heißkäsepistole, zu erweitern bzw. zu verfeinern! Details werden natürlich nicht genannt, aber im Bus sorgte das für großes Aufsehen, die ersten 26 Vorbestellungen sind auch schon notiert und werden die Region um Hamm beglücken. Noch vor der holländischen Grenze wurden wir dann rausgewunken, damit 2-3 blaue Männchen ihre persönliche Folge Gute Zeiten, Schlechte Zeiten im Bus abdrehen konnten und wieder verschwanden. Recht am eigenen Bild und so, aber Kennzeichnungspflicht, nein Danke, Schwachköppe… An der holländischen Grenze dann noch ein kurzer Stopp und im Konvoi ging es gen Amsterdam. Gegen 18 Uhr erreichten wir dann auch die Tulpenmetropole wo es dann Richtung „Fanfest“ am Stadion gehen sollte. Schnell noch Fritjes mit Sausspeschial bestellt, der dicken Frau gesagt, dass wir demnächst in Winterberg am Lift für Holländer 2 Mal abknipsen und schon ein 0,3 Jupiler für schlappe 5,50 € bestellt, wenn das mal kein fanfreundliches Fanfest war. Jörn und Kätzchen trugen sich vor lauter Freude gegenseitig Huckepack, aber Jörn bockte vor dem letzten Oxer und Reiter und Pferd lagen uns zu Füßen. Bauer und ich waren unterwegs in Sachen Völkerverständigung und Julian war der stille Beobachter im Open Air Festsaal. Wer hat den Käseschiebern eigentlich erzählt, dass wir nur Schlager von Dj Ötzi, Mickie Krause und Co hören? Unglaublich, da müsste Kätzchen doch glatt mal zur Bühne, damit mal richtige Stimmungsmusik gespielt wurde, Achtung Trommelwirbel: SNAP! Ein Traum, ich sag es euch, ein Traum!

Ne Stunde vorm Spiel ging es dann ins Stadion, auch so ne Mulitfunktionsarena, allerdings eine der ersten, die in diesem Stil errichtet wurden. Am Eingang wurde von den Cops alles noch enger gedrückt als es eh schon war, aber wenn die mal irgendwann am Stadion länger als von 12 bis mittags denken, werde ich es in einem Sonderbericht lobend hervorheben! Im Stadion gings dann gefühlte 350 Stufen hoch Richtung Gästeblock, die Stufen erinnerten dabei allerdings an den alten Bökelberg. Natürlich auch wieder Rauchverbot in der Schüssel, hat sich aber keine dran gehalten, warum auch? Demnächst darfste auf der Straße oder in deinem eigenen Haus auch nicht mehr dampfen. Bauer hatte mittlerweile seine geschnorrte Schachtel Kippen wieder verschnorrt und schnorrte sich somit wieder von vorne durch, ker was bist du ein Vogel!

Das Spiel begann, im Stile einer richtig großen Mannschaft wurde Ajax im eigenen Stadion mit 4-1 vermöbelt, allerdings behaupten manch böse Zungen, gegen 23 Uhr wäre noch das 4-2 bzw. 4-3 gefallen. Die Stimmung war gut bis ausgelassen, aber wir hatten in fremden Ländern auch schon bessere Auftritte. Von Ajax kam nicht sonderlich viel, auf Grund es Spielverlaufes auch nicht verwunderlich. Nach dem Spiel dann die übliche Blocksperre und alle warteten entspannt auf die Toresöffnung, nur Bauer starrte auf das von Weidenfeller in der 2. Halbzeit gehütete Tor und fürchtete noch den Anschlusstreffer zum 4-2, wohlgemerkt um kurz vor Elf. Kurz nach Elf wurden die Tore dann geöffnet und es ging im Entemarsch zum Bus. Dort dann wieder direkt mit Brinkhoffs eingedeckt und wieder stellten wir fest, dass auf europäischen Auswärtsfahrten das Bier grundsätzlich warm ist auf der Rückfahrt, egal mit welchem Unternehmen du fährst. Was tut man nicht alles für ein warmes Brinkhoffs! Jetzt wurde sich durch Bauers Rucksack gefressen, natürlich zur Freude der Vorderleute, gab es doch Eier, Frikadellen und Fleischwurst am Stück! Hab ich eigentlich schon mal erwähnt, dass Frikadellen auf Auswärtsfahrten verboten gehören?

Bis Dortmund wurde sich die Zeit mit lustigem Filmnamen raten vertrieben, jedoch ausschließlich aus dem Bereich XXX. Leider kann die Top Ten hier nicht ausführlich gewürdigt werden, da eine kleine Gruppe dieses Niveau abstoßend findet. Ansonsten würden hier Kracher stehen wie „4 Fäuste in Julia“ oder „Pimmelpiraten auf Rektalrandale“… Aber das möchten wir nicht und daher schreibe ich lieber noch etwas zur abwechslungsreichen Musik, welche gänzlich ohne Fäkalsprache auskam! Kein Wunder, war ja auch nur eine CD mit 7 Liedern, dafür aber eines schlechter als das andere! Im Bus wurde die Temperatur jetzt auch auf 48 Grad hochgedreht, damit die Nachwehen der genossenen Speisen richtig zur Geltung kamen. Bauer war mittlerweile am Brennen und hätte sich liebend gerne bis auf die Unterhose ausgezogen, was aber die Madame aus Hamm zu verhindern wusste, die war eh nicht so ganz gut auf uns zu sprechen.

Gegen 2:30 Uhr erreichten wir dann wieder den Vorplatz am Westfalenstadion und Julian kutschierte uns wohlbehalten wieder nach hause und gegen 5 Uhr kam dann auch der letzte zu liegen. Schön, denn einige durften direkt um 8 wieder raus. Ach Borussia, was tut man nicht alles für dich…