DFB-Halbfinale in Fürth

„Asamoah zu Fuß…“
(Bericht von Maxi)

Ja, wir sind nach 2008 endlich mal wieder ins DFB-Pokal-Finale eingezogen mit einem 1:0 n. V. bei Freuther Gürth! Ja, bei diesem niedlichen Kackverein, wo ein gewisser Herr Büskens auf der Bank sitzt und der Kleine, von Rassismus gebeutelte Asamoah meist ~85 Minuten neben ihm. Das Tor in der 120. Spielminute war eine Genugtuung, aber fangen wir vorne an:

Gegen 13 Uhr setzte sich also eine Bullbesatzung unseres Fanclubs in Richtung Franken in Bewegung. Am Steuer saß Julian-Peter,

„Asamoah zu Fuß…“

(Bericht von Maxi) verfasst am 31. März 2012

 

Ja, wir sind nach 2008 endlich mal wieder ins DFB-Pokal-Finale eingezogen mit einem 1:0 n. V. bei Freuther Gürth! Ja, bei diesem niedlichen Kackverein, wo ein gewisser Herr Büskens auf der Bank sitzt und der Kleine, von Rassismus gebeutelte Asamoah meist ~85 Minuten neben ihm. Das Tor in der 120. Spielminute war eine Genugtuung, aber fangen wir vorne an:

Gegen 13 Uhr setzte sich also eine Bullbesatzung unseres Fanclubs in Richtung Franken in Bewegung. Am Steuer saß Julian-Peter, die weiteren Mitfahrer waren Lukas „Ich trink ne Kiste bis Fürth“ von Fürstenberg, Pippo, Horni, Daniel „Zoooooooork“(Insider) Droege, zwei Jungens aus Belecke und meine Wenigkeit. Als ich dann in der Millionenmetropole Westernbödefeld zugestiegen war, hatten wir auch schon die erste Diskussion im Bulli: Wer hatte mich schon wieder in die Sonne gesetzt? Und aus welchem Grund, egal in welche Richtung man fährt, scheint die Sonne von rechts in den Bulli? Da hat doch der Teufel seine Hand im Spiel! Also, Pulli wieder aus und bei Fa. Metek anrufen, wie das mit der Raucherei aussieht. „Ja, dürft ihr, aber wirklich nicht so viel!“ Klippo, 2 Nichtraucher bei 8 Mann, wird klappen! Gut, dass Horni die Schere bei hatte, so konnten wir wenigstens kleine Löcher in die Luft schneiden.

Julian gab wie immer Schubrakete und schon ging’s in Marburg auf die Schnellstraße/Autobahn. Marburg? Alsfeld wäre kürzer gewesen, aber der junge Mann am Steuer war so in seinem Wahn, da haben wir ihn lieber einfach fahren lassen. Lukas spielte derweil anscheinend alleine mit sich selbst Strichsaufen und wer verliert muss Exen, aber es gab nur Gewinner… Ich bin übrigens auch für ein Frikadellen Verbot in geschlossenen Bullis auf Auswärtstouren. Kätzchen und Horni hatten sich mal wieder bei Kutschen eingedeckt und es wurden Mettenden, Bockwürstchen und Frikadellen gereicht. Mein lieber Schwan, die Dinger scheinen mehr Abgase zu produzieren als nen 6 Liter Dodge Charger (Nochmal nen schönen Gruß an Horni)! Kurz vor 18 Uhr erreichten wir dann den IKEA Parkplatz zu Fürth und tranken noch in aller Ruhe aus, ehe wir uns auf den Weg Richtung Stadion machten. Kurz zuvor hätte beinahe noch die Hecke an unserem Parkplatz gebrannt, aber Löschmeister Wilmers war zur Stelle.

Der Stadionvorplatz war recht großräumig abgesperrt und ab hier gab es auch keinerlei alkoholischen Getränke bis zum Stadion. Also wieder zurück in das an der Straße gelegene Café und schön Pils bestellt. Leider wusste ich nicht, dass man „kalt“ dazu sagen muss, denn die Dinger waren pisswarm. Lukas bestellte direkt nach mir und sagte auch prompt „kaltes Bier bitte!“ und bekam dann auch wirklich gekühltes Bier. Da stand ich also wie Pik 7, mal schön doof aus der Wäsche geguckt. Also eben noch ein paar Tässchen geleert, ehe es dann gegen 19:30 Uhr in Richtung Stadion ging. Im Stadion gab es dann wenigstens Light-Bier, was aber schlichtweg nicht zu bekommen war, außer vor dem Spiel, da die Stände komplett überfüllt waren. Blockkontrolle war gar nicht, also alle rein in den „Block“ oder eher alle rauf auf das Montagegerüst. Was ein Stadion, was für Fans, den Verein braucht wirklich keiner, das wurde nach diesem Abend nochmals klarer! Wir stellten uns dann direkt oben ans Geländer und hatten direkt nette Gesprächspartner. Eine Dame mittleren Alters hatte anscheinend ihr halbes Leben nicht gesprochen und erzählte Lukas sogleich ihre bisherigen Erlebnisse, was dieser allerdings dankend annahm. Rechts von uns ein Schreihals, der nach dem Spiel normalerweise direkt zur Stimmband OP hätte geflogen werden müssen und zur Linken einer, der am Zombie vorbeigelaufen war (geklaut bei 1-Live). Junge Junge, da laufen aber auch manchmal Granaten rum. Die Stimmung ließ sich ganz gut an und wurde beim Einlauf der Mannschaften noch durch eine schönen Fahnen-Choreo untermalt. Der Spielverlauf ist bekannt, der Jubel zum 1:0 in der 120. Minute war unbeschreiblich! Irgendwie lag der ganze Block durcheinander und keiner wusste so richtig was Sache war.

Die Spieler kamen nach Abpfiff direkt zum Block und feierten mit, di Stimmung war grandios. Danach setzten die wohl meist gesungenen Lieder nach Spielabpfiff ein: „Ihr habt den Torwart gewechselt, Torwart gewechselt…“ und „Asamoah zu Fuß, Asamoah zu Fuß…“! Das hatte was, und das hatten sich die Spinner auch verdient. Sind wir doch mal ganz ehrlich, wer von euch hat sich nicht (wenn auch nur kurz) ausgemalt, dass der Kevin ne Bude macht und dem Asimoah ein paar Takte sagt. Nun hat er es also so gemacht und ganz ehrlich, ich hätte es auch getan! Mavraj erzählt dann was von Rassismus, war aber wohl genauso weit weg vom Geschehen wie die meisten Fans, will aber jedes Wort verstanden haben. Komisch, dass er nach 2 Tagen zurückrudert, aber Hauptsache mal schön was unterstellt, Spacko! Klar, Großkreutz muss da nicht hingehen, aber hey, hättet ihr es nicht gemacht, nachdem die beiden Blauen der Fürther in der Vorwoche keine Kamera ausgelassen hatten, um zu provozieren? Ich sag „Sauber Kevin, haste fein gemacht!“ Wer mit der Kopf-ab-Geste über den Platz läuft, darf sich dann auch einfach mal nicht beschweren…

Auf der Rückfahrt wurde noch ein wenig gesungen und getrunken ehe einige dann die Müdigkeit überkam. Julian kutschierte uns sicher und schnell zurück ins Sauerland und so war der erste um kurz nach halb vier morgens wieder zu Hause angekommen. Da Stand der Arbeit um  8:00 Uhr nichts mehr im Wege und es war wieder allen Mitfahrern klar: Auch dieser Stress hat sich wieder mal gelohnt!